Warum Abhörschutz?
Die Wirtschaft steht heute vor neuen Herausforderungen. Bei dem zunehmenden Wettbewerb auf dem globalen Markt ist das Wissen über Forschung, Vorhaben und Preisgestaltung der Mitbewerber ein großer finanzieller Vorteil.
Ein Mittel zur illegalen Gewinnung derartiger Informationen ist der gezielte Lauschangriff, welcher von fremden Nachrichtendiensten, unseriösen Detekteien, oder Innentäter durchgeführt wird. Die Notwendigkeit, sich gegen die Folgen der illegalen Nutzung des eigenen Wissens zu wehren, gewinnt angesichts des weltweit verschärften Wettbewerbs, sowie ständig steigender Abhängigkeit von modernen Informations- und Kommunikationssystemen zunehmend an Bedeutung.

Lauschangriffsmittel und Abhörtechnik werden laufend technisch weiterentwickelt. Durch die fortschreitende, digital bedingte Miniaturisierung der elektronischen Bausteine werden die Einsatz- und Versteckmöglichkeiten von Minispionen und Minikameras enorm vereinfacht.
Schätzungen des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zufolge ist bereits ein Drittel aller innovativen, mittelständigen Betriebe mit der Spionageproblematik konfrontiert.
Durch den Vertrieb illegaler, drahtloser Nachrichtengewinnungsgeräte über das Internet und in deutschen „Spyshops“ stellt die Beschaffung für „Interessenten“ kein Problem mehr dar. Die Branche rühmt sich mit dem Verkauf von 200 000 Geräten im Jahr.
Durch die fortschreitende Miniaturisierung der Bauteile ist eine „Verwanzung“ der Telefone und ihrer Hörer, oder die Manipulation von Handy- Akkus, kein Problem mehr.
Schwieriger ist der Spionageangriff über die 230V- oder die Schwachstrominstallation. Hier ist der „Spezialist“ gefragt. Auch hier ist der digitalen Miniaturisierung keine Grenze gesetzt. Da hier eine Versorgungsspannung vorhanden ist, werden Bauteile von der Größe eines Fingernagels, oft in Steck- oder Verteilerdosen verbaut.

Abb.: Wanze in einer Steckdosenleiste

Abb.: 2,5cm großes Abhörgerät (Minispion)
Weitere Gefahr für das gesprochene Wort droht durch Einbringen von so genannten "Called harmonica -transmittern" sowie technischen Veränderungen ("build-in-microphone") oder die illegale Manipulation des Freisprechmikrofons an TK–Anlagen (Telefonen).
Viele dieser Nachrichtengewinnungsmittel (Minisender, Wanzen, zunehmend auch Videosender) können auch von Laien (z.B. von der meist unbeaufsichtigt arbeitenden Reinigungskraft oder illegal arbeitenden Lauschern) in kleinsten Verstecken, wie Pflanzkübel und Kunstblumenschmuck, eingebaut werden.

